Deutsches ATM-Archiv

'Essener Fehlverwendung'

Essener Fehlverwendung?

Zwischen dem 04. und 06. April 2002 unterhielt die Deutsche Post AG auf der Internationalen Briefmarken-Messe in Essen einige Verkaufsstände, u.a. ihrer Versandstelle (Weiden). An einem der Verkaufsschalter verkaufte die Post offiziell vorgefertigte Marken auf dem Vordruckpapier Motiv „Briefkasten“, bei denen anstelle des €urozeichens vor dem Werteindruck ein Posthorn gedruckt worden war. Diese Marken mit Posthorn waren bereits am 31.12.01 an den Automaten ausgemustert worden, da am 01.01.02 die Einführung des Euro und die erste €uro-Briefmarken (ATM Mi.-Nr. 4) an den Wertzeichendruckern Einzug fanden und ab diesem Datum das €urozeichen im Werteindruck erscheinen mußte, um Verwechslungen zwischen Pfennig und Cent-Briefmarken auszuschließen.

Zum  Zeitpunkt der Essener Fehlverwendung (April 2002) gab es sowohl bei der Versandstelle der Post, als auch an den Wertzeichendruckern ausschließlich bestimmte Tastenwerte, 3 sog. Restwerte (3, 20 und 28 Cent; die weiteren Restwerte überschneiden sich mit Tastenwerten) und div. sog. Infowerte (unter dem TS-Höchstwert von 3,68 € nur die Werte zu 1,02, 2,05 und 3,07 €) über die PEH-Taste (Portoermittlung) an nicht allen Geräten. Bei der Versandstelle waren ausschließlich die 10 Tastenwerte von 0,01 bis 3,68 € erhältlich (nur diese 10 Werte über Taste beinhalten die echte "Essener Fehlverwendung"). Ebenso der Versandstellensatz 1 (identisch mit TS) und der VS2 mit den 5 Werten von 0,51 bis 2,25 € (diese 5 Werte sind im TS enthalten).

Entsprechend diesen Ausgaben wurde ebenso die sog. Essener Fehlverwendung ausschließlich in diesen 10 Tastenwerten der Nominale zwischen 0,01 und 3,68 € verkauft.

§ cent Restwert mit Posthorn

Restwerte wie 3 Cent (s. Abb.), Wunschwerte wie z.B. 9 Cent oder 256 Cent, sowie Wertstufen über 3,68 Cent wurden nicht in Essen von der Post verkauft und beinhalten nicht die offizielle sog. Essener Fehlverwendung. Solange die Herkunft dieser Marken nicht belegt werden kann, gelten sie nicht als original.

Der Hinweis im MICHEL-Katalog „Automatenmarken-Spezial“ 2013/2014 des Schwaneberger Verlages (innerh. der Listung Nr. 5.1), Zitat:“Marken mit Eindruck Posthorn und Wert in Pfennig (wie 3.3) existieren“ (Zitat-Ende) bezieht sich ausschließlich auf die original Marken, die in Essen in den dort möglichen Wertstufen von der Post offiziell verkauft wurden.

Pseudo-Systemfehler - Herkunft unbekannt

Im Internet finden sich diesbezüglich auch Angebote über 4 sog. Systemfehler (siehe Abb. oben, rot umrandet) in den Stufen 44, 184, 208 und 244 Cent auf Papier „Briefkasten“. Diese 4 Systemfehler waren genau in diesen 4 Wertstufen tatsächlich u.a. Ende Dezember 2001 in Fürstenfeldbruck erhältlich (u. einigen wenigen weiteren Standorten). Allerdings ausschließlich auf dem Vordruckpapier „Posthörner“ Michel-Nr. 3.3 (siehe Abb. unten blau umrandet; Bonner Gefälligkeitsentwertung vom Letzttag der Pfennigmarken am MWZD).

Vollstempel Bonn Letzttag Nr. 3.3

Die 4  Marken auf „Briefkasten“-Papier beinhalten definitiv keine Essener Fehlverwendung und sind in ihrer Herkunft nicht geklärt.

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